Richter: Fallmanagement in Krisen, Berlin

|| August 18, 2018
Anmeldung

Richter: Fallmanagement in Krisen, Berlin

Aug 19th 10:00 am - 5:30 pm
Van-Delden-Haus, Berlin-Zehlendorf

Matthias Richter
Fallmanagement in der Homöopathie
in Krisen und schwierigen Akutsituationen
Erkennen des Wesentliche mit Boger - Bönninghausen - Kent

18. - 19. August 2018
Berlin-Zehlendorf

Seminarflyer zum Download

Inhalt
Krisen und schwierige Akutsituationen erfordern in der homöopathischen Praxis ein besonderes Augenmerk. Sind wir in der Lage, möglichst schnell und angemessen zu reagieren? Gelingt uns im Rahmen der Sorgfaltspflicht die sinnvolle Abwägung zwischen der rein homöopathischen Behandlung und der zusätzlichen Inanspruchnahme allopathischer Maßnahmen?

Ansonsten ist die Kunst der praktischen Fallanalyse und möglichst raschen Verschreibung etwas, was sicherlich eine gewisse Erfahrung benötigt. Darüber hinaus aber auch die Fähigkeit, schnell mit den wesentlichen Werkzeugen der Fallbearbeitung (nach Bönninghausen, Boger oder Kent) arbeiten zu können und bei den Symptomen die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und wichtige Arzneisymptome der entsprechenden Mittel entweder im Kopf zu haben oder aber zu wissen, wo man sie ohne stundenlanges Suchen nachschlagen kann.

Hahnemann spricht schon im §152 (Organon VI) davon, dass „je schlimmer die acute Krankheit ist, aus desto mehren, aus desto auffallendern Symptomen ist sie gewöhnlich zusammengesetzt, um desto gewisser lässt sich aber auch ein passendes Heilmittel für sie auffinden …“

Dabei hilft uns die Fähigkeit, präzise die entscheidenden Fragen zu stellen und die Antworten in die Sprache der Repertorien umzusetzen. Im Seminar werden wir das ausführlich anhand von Fällen aus der Praxis üben. Die Auswertung eines Akutfalles erfordert einen klaren Blick, sowohl in klinischer, als auch homöopathischer Hinsicht, sowie die Beschränkung auf das Wesentliche im Fall.

Neben Fallanalysen wird im Seminar auch praktische Materia Medica vermittelt, denn meist braucht es nicht viele Mittel, um mit der Mehrheit der akuten Fälle auch erfolgreich umgehen zu können. 

Seminarzeiten
Samstag, 18. August 2018: 10.00 – 13.00 Uhr, 14.00 – 17.30 Uhr
Sonntag, 19. August 2018:  10.00 – 13.00 Uhr, 14.00 – 17.30 Uhr

Seminargebühren:
Frühbuchergebühr: 195,00 EUR (bei Anmeldung und Zahlungseingang bis 20.07.2018)
Teilnahmegebühr: 215,00 EUR (bei späterer Anmeldung)

Seminarort
Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V.
Van-Delden-Haus
Busseallee 23 -25
14163 Berlin-Zehlendorf

Zimmerbuchungen sind möglich unter: 
Van-Delden-Haus
Telefon: 030-80 99 70 – 0 oder -484, Mail: reservierung@diakonieverein.de
www.diakonieverein.de

Übernachtung im Einzelzimmer 55,00 EUR pro Nacht, Frühstück 6,90 EUR pro Person.
(Evtl. sind die Zimmer erst ab Januar 2018 oder später buchbar. Bitte fragen Sie im Seminarhaus nach.)

Zertifizierung
Beim DZVhÄ werden Punkte für das Homöopathie Diplom (16 UE) bescheinigt.
Bei den Heilpraktikerverbänden und SHZ werden 12 UE Homöopathie- Fachfortbildungspunkte und 4 UE Klinik angerechnet.

Wissenschaftliche Leitung
Dr. Anja Leeb-Malewski, Homöopathische Ärztin, Berlin

Matthias Richter
- 1964 in Herborn/Hessen geboren
- Studium der Sozialarbeit/-pädagogik in Berlin mit Diplomabschluss
- 1989 Zulassung zum Heilpraktiker und Niederlassung in eigener Praxis
- seit 1991 als Dozent für Homöopathie tätig
- zwischen 1994 und 2000 an einem Ausbildungsprojekt für homöopathische Ärzte in Armenien mitbeteiligt
- Dozent und Supervisor bei der Stiftung Homöopathie Zertifikat (SHZ)

„Wenn wir die alten bekannten homöopathischen Arzneien wieder von ihren (in unseren Köpfen aus didaktischen Gründen eingepflanzten) „Bildnissen“ befreien können, haben sie ein deutlich höheres Potenzial, wieder zu wahren Polychresten („vielnützigen“ Mitteln) zu werden, als das heute der Fall ist. Aus der Erfahrung heraus, dass auch tiefgreifende Heilungen häufig unter Arzneien stattfinden konnten, die einem postulierten „Typus“ überhaupt nicht entsprechen, werden die Anwendungsmöglichkeiten unserer Mittel größer.

Ein kreativer, aber kritischer Umgang mit unseren Werkzeugen, wie zum Beispiel dem therapeutischen Taschenbuch von Bönninghausen, den Werken Bogers oder dem Repertorium von Kent kann uns „Winke“ (wie es Hahnemann ausdrückt) auf mögliche Arzneien geben. Diese dann in chronischen Krankheiten wie in einer „Cur“ (Hahnemann, Organon) zu verabreichen, d.h. die Möglichkeit von Mittelfolgen und Folgemitteln in Betracht zu ziehen, erfordert Umsicht und Geschick.

Dabei legt Matthias Richter Wert auf größtmögliche Freiheit von theoretischen Denksystemen („Überbau“) und Deutungsversuchen der Phänomene der Patienten und der Arzneien, die den Blick auf das Ganze einengen oder trüben könnten.

Information und Anmeldung:
HomöopathieTage - Seminarmanagement Ursula Jendrek
Sophiestr. 21 A, 16548 Glienicke
Tel.: 033056-22 43 55, Fax: 03212 - 13 22 239
Mail: info@homoeopathietage.com

 

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